Gesicht(et)

9. November 2009     7 Kommentare

Picasa Gesichtserkennung
Heute habe ich mal testweise die kostenlose Bildverwaltung Picasa von Google auf mein digitales Fotoarchiv der letzten 4 Jahre angesetzt. Dabei präsentierte sich die Funktionalität der Gesichtserkennung und Personenzuordnung als echte Überraschung (bisher nur verfügbar in der englischen Version 3.5). Kaum hatte Picasa begonnen die externe Festplatte zu durchsuchen, wurden viele neu erkannte Gesichts-Ausschnitte zur Benennung angezeigt. Nach ungefähr 3-4maliger Vergabe eines Namens tauchten unter der entsprechenden Personen-Kategorie weitere gefundene Photos auf. Seltene Falschzuordnungen lassen sich bequem per Drag&Drop oder über das Kontextmenü der korrekten Person zuordnen. Ist sich Picasa nicht sicher, werden die betreffenden Photos mit einem Fragezeichen markiert, der Nutzer kann selbst entscheiden und beeinflusst damit wieder die nachfolgenden Analysen. Von dieser Schnelligkeit und Genauigkeit dürften die Geheimdienste vor 10 Jahren noch geträumt haben!

PS: Um der Google-Datenkrake mit meinem Test nicht weitere Datenleckerbissen anzubieten, werde ich weder einer Verknüpfung der Bilder mit gmail-Adressen noch einen Upload in Picasa Web-Alben vornehmen. Die Verwendung von Picasa soll ausschließlich einem besseren Überblick auf mein ständig wachsendes Fotoarchiv dienen!

Kommentare [7]

  1. Rebi schrieb am 10. November 2009, 09:09 [#]

    Was es nicht alles gibt.

  2. Matthi schrieb am 10. November 2009, 09:33 [#]

    Mit den gefundenen Fotos lässt sich dann auch jede Menge anstellen, zum Beispiel chronologisch sortieren. Da sieht man konzentriert die Veränderungen über die Jahre, obwohl wir natürlich immer noch gefühlte 25 Lenze alt sind :-)

  3. Micha schrieb am 10. November 2009, 16:08 [#]

    Jaja, die Datenkrake :)
    Habe bei den Schwiegereltern Picasa installiert, weil es mir die einzig bekannte Freeware (für Windows) ist, die eine ähnliche Funktionalität wie iPhoto bietet. Kamera dran, Importieren-Knopf drücken und fertig. Die Ordnerstruktur verwaltet Picasa selbst und bestellen kann man die Bilder direkt von Picasa aus beim Fotodienst der eigenen Wahl. Für PC-Laien wohl die angenehmste Lösung – nach dem Mac ;)

  4. Matthi schrieb am 10. November 2009, 22:19 [#]

    Ich kenne mich in der Mac-Welt und speziell mit iPhoto nicht so aus, aber ein freies Bildbetrachtungs- und verarbeitungsprogramm mit recht umfangreichen Funktionen und vielen Plugins ist auch IrfanView!

  5. Rebi schrieb am 11. November 2009, 12:42 [#]

    IrfanView ist auch das Tool meiner Wahl.

  6. Andrea schrieb am 9. Dezember 2009, 06:42 [#]

    Ich nutze auch Picasa und war auf die Personen-Zuordnung gespannt. Ergebnis: Ein völliges Chaos! Mit großen Datenmengen und einer großen Anzahl von Personen scheint das nicht ganz so gut zu klappen. Ich awr jedenfalls entsetzt, auf welchen Bildern angeblich ich zu sehen sein sollte ;-)

  7. Matthi schrieb am 9. Dezember 2009, 22:33 [#]

    Meinen aktuellen Bestand von gut 7000 Fotos hat Picasa bis jetzt ganz gut verarbeitet, ungefähr 3000 Personen-Ausschnitte stehen noch in der Kategorie ‘Unbenannt’, meist sind das Profilfotos.
    Bei den bisher zugeordneten Portrait-Ausschnitten bin ich eigentlich recht zufrieden, bis auf durchaus menschlich nachvollziehbare Verwechslungen von Kleinkind-Fotos hat Picasa gerade für Personen mit markanten Merkmalen eine Trefferquote über 99%!
    Im Umkehrschluss sollte man bei zu häufigen ‘Fehlzuordnungen’ nochmal die Verwandtschaftsverhältnisse prüfen ;-)