Bootstour Mecklenburg

21. August 2004     0 Kommentare

Prolog

Mecklenburg - Karte
OpenStreetMap und Mitwirkende, CC-BY-SA]
Nun schon das dritte Jahr in Folge beginnen wir den Sommerurlaub mit einer Paddeltour in Mecklenburg, und auch dieses Jahr sind Diana und ich alleine unterwegs. Aus diesem Grund ist es auch nicht notwendig, rechtzeitig ein Kanu zu reservieren, wodurch wir den Start flexibel gestalten können. Die nachfolgend beschriebene Strecke kann in jeder GPX-fähigen Kartenanwendung geladen und detailliert nachvollzogen werden.

Sonnabend, 21.08.: Anfahrt nach Wesenberg/Priepertsee [10km]

Mecklenburg - KanumühleWie letztes Jahr zur Mecklenburg-Tour 2003 reisen wir auch heute mit dem Auto an, weil sich Anfahrt und Transport bequemer gestalten. Nach einem zeitigen Aufbruch in Jena und kurzem Zwischenstop bei IKEA Leipzig rollen wir gegen 14 Uhr an der Kanumühle ein. Aufgrund der aktuellen Wetterlage mit Wolken und kühlerer Luft sind einige Kanureservierungen wieder storniert worden, was unser Glück ist, da wir ja spontan hier auftauchen. Mittlerweile haben wir Routine im Packen der Tonnen, das Auto noch parken und eine Stunde nach Ankunft treiben wir bereits auf dem Wasser dahin. Zwar muss die Sonne zwischen den dunklen Wolken kämpfen, aber frohen Mutes paddeln wir durch den Kanal. Kurz nach Ahrensberg halten wir an der alten Holzbrücke und essen geräucherten Fisch zum Mittag. Um im Trockenen noch aufbauen zu können, schauen wir uns auf der Weiterfahrt nach einem schönen Biwakplatz um. Unter Hochspannungsleitung im Wangnitzsee ist leider schon besetzt, dafür werden wir im Großen Priepertsee an einer Landzunge fündig. Mit uns baut eine Berliner Gruppe auf und so verbringen wir mit Wein, Würstchen und Steaks einen gemeinsamen Abend am Lagerfeuer.

Sonntag, 22.08.: Vom Großen Priepertsee zum Tietzowsee [16km]

Mecklenburg - PriepertseePrima erholt und ausgeschlafen beginnt der neue Tag, zudem lacht uns die Sonne durch aufgelockerte Wolken entgegen. Wir essen Frühstück, gehen baden und bauen unser Zelt ab, während bei den Berlinern so langsam der Tag beginnt. Auf dem See hilft uns ein leichter Wind beim Vorankommen, doch wenn die Sonne hinter den Wolken kurzzeitig verschwindet, wird es gleich etwas frischer. Da hilft nur kräftiger paddeln, sodaß wir recht schnell über den Ellbogensee nach Strasen zur Schleuse gelangen. Gerade wird die andere Richtung geschleust, sodaß wir kurzerhand entscheiden, Mittag zu essen, zumal wieder geräucherter Fisch angeboten wird. Gut gesättigt fahren wir über den Kleinen Pälitzsee an Kleinzerlang vorbei in den Hüttenkanal. Kurz nach der Schleuse wird das gewohnte Bild gestört. Vom Kanal zweigt die Einfahrt zur Marina Wolfsbruch ab, ein Hafen mit kompletter Infrastruktur inklusive Übernachtungsmöglichkeiten, eine kleine künstliche Stadt. Schließlich erreichen wir den Tietzowsee und steuern den Campingplatz D104 an. Wir bauen das Zelt auf (13 EUR/Nacht), kochen uns ein leckeres Abendbrot und wandern nach Zechlinerhütte, wo wir im Sonnenuntergang am See ein Weinchen und Eisbecher genießen.

Montag, 23.08.: Vom Tietzowsee zum Dollbek [11km]

Mecklenburg - DollbeckNachdem mitten in der Nacht unserer Luftmatratze die Luft ausgegangen ist, schlafen wir auf dem Zeltboden weiter und wachen etwas gerädert auf. Dafür können wir im strahlenden Sonnenschein frühstücken. Wir haben den südlichsten Punkt unserer Tour erreicht und müssen so langsam wieder den Bogen nach Wesenberg finden. Nachdem alles abgebaut und eingepackt ist, paddeln wir bis zum Kleinen Pälitzsee auf bekannter Strecke zurück. Nach der Schleuse in Canow essen wir Mittag und finden während der anschließenden Durchfahrt vom Labussee zum Gobenowsee durch das Dollbek einen sehr schön gelegenen Biwakplatz. Die Zeit bis zum Aufbau überbrücken wir mit Kartenspielen. Am Abend rösten wir uns Brot am Lagerfeuer und beobachten verträumt die Glutentwicklung.

Dienstag, 24.08.: Vom Dollbek nach Wesenberg [13km]

Mecklenburg - WustrowUm nicht wie vor zwei Jahren auf der Mecklenburg-Tour 2002 die Bekanntschaft mit einem Förster zu machen, stehen wir bereits 7 Uhr auf. Es ist stark bewölkt und kühl, aber nach dem Frühstück läßt sich das Zelt trocken abbauen. Halb 9 sitzen wir im Boot und genießen die Ruhe, bevor der Tag so richtig erwacht. Noch sind wir die einzigen auf dem Wasser. An Seewalde vorbei kommen wir in den Klenzsee, kurz danach erwartet uns die Umtragestelle Wustrow. Vor zwei Jahren haben wir noch zu sechst die Kanus über die Straße getragen, heute hilft uns ein Bootswagen. Am Plätlinsee wieder eingesetzt halten wir auf dessen nördliches Ende zu, um in aller Ruhe durch die Schwaanhavel zu paddeln. Im Havel-Kanal Richtung Wesenberg überwinden wir noch die Schleuse und sind kurz nach Mittag wieder an der Kanumühle, um das Boot abzugeben. Die nächsten zwei Tage verbringen wir noch an der Ostsee, bevor es dann eine Woche in großer Gruppe an den Comersee geht.

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