Radtour Ilm

3. September 2011     0 Kommentare

Ilm-Radtour Karte
OpenStreetMap und Mitwirkende, CC-BY-SA]

Diese Saison gelingt es uns mal wieder die traditionelle Spätsommer-Radtour zu realisieren, nachdem wir dies vor zwei Jahren das letzte Mal hinbekommen hatten. Für heute haben wir uns den Ilm-Radweg von der Quelle bis zur Mündung ausgesucht. Halb 8 treffe ich Vati am Westbahnhof, kurze Zeit später geht es mit dem Thüringenticket für 29 EUR über Erfurt zum Bahnhof Oberhof. Hier starten wir bei strahlend blauem Himmel dreiviertel 10 gleich mal mit einem knackigen Aufstieg, auf 1.9km geht es fast 200Hm hoch zum Rondell. Nun folgen wir der Straße bis zur Schmücke, wobei kurz zuvor der höchste Punkt unserer Tour auf 942m überquert wird. Anschließend rollen wir größtenteils bergab bis zum Bahnhof Rennsteig und erreichen gegen 11 Uhr Allzunah. Hier beginnt offiziell der Ilm-Radweg, dem wir bis auf wenige Ausnahmen folgen werden. Unsere gesamte Strecke kann in jeder GPX-fähigen Kartenanwendung geladen und detailliert nachvollzogen werden.

Radtour Ilm
Auf geht’s, wir stürzen uns die kleine Landstraße nach Stützerbach hinunter, kurz hinter dem Ortsausgang schauen wir uns den Zusammenfluss von Lengwitz und Freibach zur eigentlichen Ilm an. Weiter führt der Radweg vorbei am Campingplatz Meyersgrund, wechselweise auf gut asphaltierten Nebenstraßen oder festen Waldwegen. Aufgrund des stetigen Gefälles ist Ilmenau schnell erreicht, von hier an schlängelt sich die Ilm und mit ihr der Radweg durch eher flaches Gelände. Kurz hinter Langewiesen radeln wir unter der neu gebauten Ilmtalbrücke durch, welche im Rahmen der ICE-Neubaustrecke Erfurt-Nürnberg errichtet wurde. Sieht schon etwas fehlplatziert aus! Gegen viertel 2 erreichen wir Stadtilm und legen eine größere Pause zum Mittagessen in der Pizzeria am größten Marktplatz Thüringens ein. Gut gestärkt steigen wir eine Stunde später wieder auf’s Rad, ausgebaute Feldwege erleichtern das Vorankommen. Hinter Kranichfeld wird der Radweg wegen Bauarbeiten auf die B87 bis Tannroda umgeleitet, eine gute Gelegenheit zum Windschatten-Fahren. Kurz hinter Bad Berka kommen wir an der ehemaligen Obermühle Hetschburg vorbei, immer wieder ein faszinierendes und wunderschön saniertes Gebäude. Gleich danach bietet auch Buchfart einige ausflugswürdige Objekte, wir müssen aber ein wenig auf die Zeit schauen und halten erst wieder halb 5 in Oberweimar am Bienenmuseum, um einen Eiskaffee zu genießen. Das tut gut, nachdem uns die Sonne die letzte Stunde ordentlich auf den Helm geknallt hat. Auf dem letzten Teilstück fahren wir vorbei am Schloss Tiefurt und der Wasserburg in Niederroßla gemütlich in der aufkommenden Abendstimmung. In Eberstedt testen wir die analemmatische Sonnenuhr direkt an der Ilm, bevor die Ölmühle ein kühles Radler für uns bereit hält. Die restlichen Kilometer über Bad Sulza bis Großheringen sind danach schnell vorbei, gegen halb 8 erreichen wir die Mündung in die Saale. Da unser Zug jedoch erst 40min später fährt, radeln wir noch das Stück bis Camburg und steigen dort nach rund 150km in den Zug nach Jena. Geschafft!

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