Wintersport Oberstdorf

8. März 2003     0 Kommentare

Oberstdorf - KanzelwandDa ich im Februar/März 2003 in der heißen Phase mit meiner Diplomarbeit bin, können wir für einen gemeinsamen Skiurlaub keine feste Zusage geben. Doch Ende Februar ist alles in Sack und Tüten – und ich bin reif für eine Woche Entspannung. Diana hat noch Semesterferien und so suchen wir uns spontan eine Ferienwohnung in Oberstdorf, eigentlich unter dem Aspekt der günstigen Anreise mit der Bahn. Schließlich fahren wir in der zweiten Märzwoche mit dem Auto in den südlichsten Zipfel Deutschlands. Unsere Ferienwohnung liegt 500m vom Zentrum entfernt, wo auch der Skibus abfährt. Dadurch staksen wir nun jeden Morgen und Abend wie Astronauten durch die Stadt. Am ersten Tag geht’s zur Nebelhornbahn. Dort kaufen wir erstmal die 6-Tages-Pässe für jeweils sagenhafte 84 € aufgrund einer Sonderaktion und Studentenermäßigung. Doch die Talabfahrt geht bereits über grüne Wiesen, deswegen bevorzugen wir die nächsten Tage das Skigebiet am Fellhorn mit dem Übergang nach Österreich an der Kanzelwand. Hier gibt es schöne Abfahrten mit der Möglichkeit durch unberührten Tiefschnee zu fahren. Von der Adlerhorst-Alm zieht sich eine lange Talabfahrt nach Riezlern auf rund 1000 Meter, da wird’s schön warm unter der Jacke. Von der Bergstation der Kanzelwandbahn aus bietet sich uns ein schön Blick ins Alpenvorland Richtung Norden und in das Alpenhauptmassiv. Oberstdorf - RiezlernUnd schon schwingen wir uns wieder zu Tale, Diana festigt ihre Fahrsicherheit unter sichbarer Freude. Doch ab und zu genießt sie auch gerne mal die Sonne auf einer Bank, während ich noch eine Runde drehe. Allerdings stellt sich jedesmal die Rückkehr zur Talstation der Fellhornbahn als kleiner Kraftakt dar, weil man sich ein längeres Stück über fast ebene Ziehwege schleppen muss. So sind wir immer gut geschafft, wenn wir im Tal auf den Skibus warten und richtig froh, zu Hause wieder aus den Skistiefeln rauszukommen. Nach einer erfrischenden Dusche raffen wir uns nochmal auf und spazieren eine Runde durch Oberstdorf, jetzt im März ist es sogar noch schön hell, wenn man von der Piste kommt. Wieder zurück in der Wohnung kochen wir uns was leckeres, schnippeln einen Salat dazu und lassen es und gut gehen. Den vierten Tag müssen wir am frühen Nachmittag eher abbrechen, nachdem schon kein Schnee mehr fällt, sondern Regen. Dafür hat am nächsten Tag eine Schicht Neuschnee alle Pisten und Bäume verzaubert. So genießen wir noch die letzten beiden Tage und fahren nach einer Woche wieder nach Hause. Fazit: interessantes Skigebiet mit zwei großen Teilen, aber wir schauen uns gerne noch andere Gebiete an.

Kommentare