Herbsturlaub Mosel

16. Oktober 2016     0 Kommentare

Sonntag, 16.10.: Beilstein

Mosel 2016 - Tag 1
Ein Tag nach dem Kernberglauf starten wir gegen 9 Uhr im vollgepackten Touran-Mietwagen von Europcar in Richtung Westen. Wie vor zwei Jahren zieht es uns für die zweite Hälfte der Herbstferien an die Mosel. Arthur schläft bis zum Kirchheimer Dreieck, dann wird es Zeit für eine Mittagspause am Autohof Mücke. Hinter Gießen geht es auf der gut ausgebauten B49 nach Limburg und bald darauf überqueren wir den Rhein bei Koblenz. Die A48 führt uns noch ein Stück über die Eifel, bevor wir dem Moseltal folgend kurz nach 14 Uhr Beilstein erreichen. Unsere Ferienwohnung bei Familie Nahlen liegt mitten im mittelalterlichen Ortskern, entsprechend verwinkelt und gefährlich eng stellt sich die Anfahrt dar. Nachdem alles ausgepackt ist, kommt Arthur in die Manduca und wir genießen den restlichen Nachmittag auf der Burgruine Metternich. Hier oben lässt es sich in der angenehm warmen Herbstsonne mit einem leckeren Weinchen, Eis und Kuchen sowie einem fantastischen Blick auf die Mosel und Beilstein sehr gut aushalten.

Montag, 17.10.: Cochem

Mosel 2016 - Tag 2
Der gestrige wunderschöne Spätsommer hat sich leider über Nacht in einen nassgraukalten Herbst verwandelt und so verbringen wir den Vormittag ganz ohne Hektik zunächst in der Ferienwohnung. Gegen Mittag lässt der Regen nach und wir fahren nach Liesenich um von dort zur Layensteig-Wanderung zu starten. Leider öffnen sich kurze Zeit später wieder die Himmelsschleusen und wir entscheiden uns spontan für die Weiterfahrt nach Cochem. Im Ortsteil Sehl findet sich am Supermarkt ein Parkplatz und wir spazieren ins Zentrum. Mittlerweile hat sich der Regen verzogen und so nutze ich mit Felix die Gelegenheit für zwei Mühle-Partien mit Outdoor-Schachfiguren am Wegesrand. Im Gegensatz zum Besuch vor zwei Jahren lassen wir heute die Reichsburg aus und schlendern nur durch Altstadt. Im Cafe Filou wärmen wir uns beim Latte Macchiato und Kuchen auf, auch Arthur kann sich mal strecken und bekommt seine Mama-Milch. Drei Stunden später sind wir wieder am Auto, kaufen noch für die nächsten Tage ein und fahren anschließend in die Ferienwohnung zurück.

Dienstag, 18.10.: Calmont-Klettersteig

Mosel 2016 - Tag 3
Glücklichweise hat sich das Regengebiet bis zum Morgen verzogen und somit steht uns wenigstens ein trockener Tag bevor, auch wenn die Temperaturen gerade so das zweistellige Niveau erreichen. Gegen potentielle Unterkühlung hilft ja bekanntlich viel Bewegung, da kommt die Tour durch den Calmont-Klettersteig gerade richtig. Wie beim letzten Besuch fahren wir mit dem Auto bis Ediger-Eller und beginnen kurz nach 11 Uhr hinter der Bahnlinie mit dem Einstieg. Gespickt mit einigen Leitern und Felsklettereien zieht sich der teilweise ausgesetzte Pfad auf halber Höhe durch den Calmont als steilsten Weinberg Europas. Felix kraxelt wie eine Gämse voran, Diana hinterher und mit Arthur vor der Brust bilde ich das Schlusslicht. Zwischendurch bietet sich immer wieder mal die Gelegenheit von den Reben süß-saftige Trauben zu naschen und dabei den atemberaubenden Blick auf die Moselschleife zu genießen. Gut zwei Stunden später kommen wir in Bremm an und kehren im Hotel Hutter für Flammkuchen und Weinchen ein. Über den Radweg zwischen Straße und Mosel kommen wir schließlich zum Ausgangspunkt zurück und nutzen den restlichen Nachmittag für einen Spaziergang durch Beilstein.

Mittwoch, 19.10.: Bruttig-Fankel

Mosel 2016 - Tag 4
Heute lassen wir mal das Auto stehen und starten am späten Vormittag unter einem stark bewölkten Himmel direkt an der Ferienwohnung. Zunächst bringt uns die Fähre nach Ellenz-Poltersdorf, hier findet sich dann auch am nördlichen Ortsausgang der Einstieg in den Rundwanderweg Moselkrampen. Nach einem kleinen Waldstück windet sich der Weg in Serpentinen aus dem Sternbachtal empor, oben angekommen legen wir eine kurze Rast ein und genießen den tollen Ausblick auf Bruttig-Fankel und die vorgelagerte Staustufe. Die weitere Strecke durch den Wald bietet zur Abwechslung sogar die ein oder andere Schatzsuche, dann öffnet sich das Gelände und wir folgen einem Wirtschaftsweg durch die Weinlage “Götterlay”. Auch hier sind die Reben noch gut bestückt und wir lassen uns gelegentlich ein paar Trauben schmecken. In Bruttig-Fankel findet sich ein Mittags-Imbiss, bevor es am ostseitigen Moselufer auf halber Höhe zurück nach Beilstein geht. Gerade noch rechtzeitig erreichen wir gegen halb 4 die Ferienwohnung vor der herannahenden Regenfront.

Donnerstag, 20.10.: Kobern-Gondorf

Mosel 2016 - Tag 5
Wie vom Wetterdienst angekündigt hat sich die gestrige Regenfront nun erstmal festgesetzt und beschert uns einen Tag im Dauerregen. Also schmeißen wir das Internet an, suchen nach geeigneten Indoor-Alternativen und starten gegen Mittag die Mosel abwärts nach Kobern-Gondorf. Hier wurde eine ehemalige Tennishalle umgestaltet und für 17 EUR können wir eine Runde Minigolf spielen. Die einzelnen Bahnen sind sehr abwechslungsreich im Piraten-Motto angelegt, für das schlechte Wetter ist jedoch erstaunlich wenig los. Felix findet schnell den richtigen Schwung und gewinnt nach einer guten Stunde die insgesamt 15 Bahnen mit 61 Schlägen knapp vor uns, wobei ich mit Arthur in der Manduca ein echtes Handicap habe. Gemütlich fahren wir anschließend durch den Regen das beschauliche Moseltal wieder aufwärts zurück nach Beilstein und verbringen den restlichen Nachmittag in der Ferienwohnung mit dem Zusammenpacken für die morgige Heimfahrt.

Kommentare