Herbsturlaub Bodensee

29. September 2018     0 Kommentare

Samstag, 29.09.: Anreise / Immenstaad

Bodensee - Tag 1
Nachdem wir die letzten Herbstferien mit dem ein oder anderen Tagesausflug gestaltet hatten, zieht es uns dieses Jahr für eine Woche an den Bodensee. Kurz nach 9 Uhr starten wir im Europcar-Mietwagen (152 EUR), über die A9, A6, A7 und A96 geht es mit zwei kleinen Bewegungspausen und einer großen Mittagsrast im Autohof Ansbach gen Süden. Nach knapp 8h ist dann recht entspannt Immenstaad erreicht und wir beziehen im Ferienwohnpark die gemütliche Finnhütte (560 EUR/Woche). Den restlichen Nachmittag nutzen wir für einen Spaziergang runter zum Bodensee und genießen am Ufer die letzten Sonnenstrahlen.

Sonntag, 30.09.: Rheinfall / Festung Hohentwiel

Bodensee - Tag 2

Da Arthur bis gegen 8 Uhr schläft, beginnt der Tag sehr entspannt mit Sonnenschein und einem gemütlichen Frühstück. So kommen wir erst halb 11 los und sind nach über einer Stunde Autofahrt zur Mittagszeit am Rheinfall beim Schloss Laufen. Für 13 EUR dürfen wir das Gelände betreten und bestaunen Europas größten Wasserfall von den verschiedenen Aussichtspunkten. Bei dem heutigen Kaiserwetter lenkt das Gedränge auf den Wegen und Treppen allerdings vom eigentlichen Naturschauspiel etwas ab, bei meinem ersten Besuch im Winter vor ein paar Jahren war es wundervoll menschenleer. Gegen 14 Uhr fahren wir wieder ein Stück zurück zur Festung Hohentwiel bei Singen. Dort angekommen wird die Rücksitzbank umgeklappt und ich kuschel mich mit Arthur auf der Thermarest-Matte im Kofferraum in den Mittagsschlaf während Felix und Diana im Restaurant nebenan eine Kleinigkeit essen. Eine Stunde später ist Arthur wieder wach, wir treffen Diana’s Studienfreundin Anja mit ihrem Sohn und gemeinsam geht’s an den Aufstieg zur Festung. Zwischendurch bieten kleinere und größere Terrassen tolle Ausblicke sowie Gelegenheiten mit Obst und Keksen die Wander-Motivation aufrecht zu erhalten. Halb 5 sind wir oben, vom Kirchturm bietet sich ein grandioses 360°-Panorama über Singen und die Schweizer Alpen. Felix findet in der Festung mit den vielen Mauerresten und Kellern einen faszinierenden Abenteuer-Spielplatz und würde am liebsten bleiben. Auf dem Rückweg nutzen wir am Eugenstor die Gelegenheit für Eis und Kaffee bei sommerlichen Temperaturen, was für ein Genuss. Die tief stehende Sonne mahnt uns jedoch zum Aufbruch, halb 7 sind wir wieder am Parkplatz und düsen über die A98 und B31 zurück nach Immenstaad.

Montag, 01.10.: Inatura

Bodensee - Tag 3

Nach dem gestrigen Sommer-Sonnen-Tag gibt es heute das Kontrast-Programm. Der Morgen ist in trübes Grau gehüllt, auf dem Weg zum Bäcker nieselt es. So verbringen wir den Vormittag in der Finnhütte beim Spielen, auch mal schön und gemütlich. Das Mittagessen fällt mit Nudeln und Tomatensauce unkompliziert aus, anschließend starten wir nach Dornbirn. Arthur schlummert während der guten Stunde Autofahrt und wird direkt bei Ankunft gegen halb 3 an der Inatura wach. Für 24 EUR (Familienkarte) bietet das ehemalige Fabrikgebäude auf mehreren Etagen umfangreiche Informationen und Ausstellungs-Bereiche rund um Mensch, Natur und Technik. Dabei sorgen regelmäßig liebevoll gestaltete Mitmach-Stationen für einen abwechslungsreichen Rundgang. Über drei Stunden vergehen so wie im Flug, Felix hat viel Freude und Arthur findet auch immer wieder interessante Dinge. Draußen hat es sich mittlerweile so richtig eingeregnet und so stärken wir uns bei Kaffee und Kuchen bevor es am frühen Abend zurück nach Immenstaad geht.

Dienstag, 02.10.: Immenstaad / Friedrichshafen

Bodensee - Tag 4

Wie die letzten Tage sind die Kiddies gegen 7 Uhr wach, spielen aber noch eine halbe Stunde miteinander bevor sie unser Schlafzimmer stürmen und die Nacht für beendet erklären. Auf dem Weg zum Bäcker begleitet mich Arthur auf seinem Laufrad, als wir zurück sind erwartet uns bereits der gedeckte Frühstückstisch. Den noch recht frischen aber sonnigen Vormittag nutzen wir heute für einen Spaziergang am Bodensee zum Landungssteg von Immenstaad, unterwegs wollen auch der ein oder andere Schatz gefunden werden. Auf dem Rückweg finden wir am Rande des Ferienwohnparks beim Pizza-Dienst unser Mittagessen, die Apfel-Plantage gegenüber bietet einen leckeren Nachtisch. Beim darauf folgenden Mittagsschlaf leiste ich Arthur gerne Gesellschaft. Den restlichen Nachmittag verbringen wir mit einem Ausflug ins 10km entfernte Friedrichshafen, leider hat die Minigolf-Anlage geschlossen und wir weichen nach einem Bummel entlang der Ufer-Promenade auf einen Spielplatz aus.

Mittwoch, 03.10.: Pfahlbauten-Museum / Meersburg

Bodensee - Tag 5

Gestärkt durch Brötchen, Joghurt und Obst starten wir gegen 9 Uhr ins 15km entfernte Unteruhldingen, um uns an diesem bewölkten Vormittag das Pfahlbauten-Museum anzuschauen. Bereits der als multimediale Tauchgang simulierte Übertritt ins Freiluft-Gelände ist sehr gelungen, anschließend stehen uns die verschiedenen Themen-Dörfer mit den originalgetreuen Nachbauten zur Eroberung offen. Nach gut 2h haben wir die Pfahlbauten ausgiebig erkundet und wurden über die Lebensweise in der Bronze-/Steinzeit sehr anschaulich informiert. Bevor es zum Mittagsschlaf mit Arthur in die Finnhütte zurück geht, finden wir am Strandpromenaden-Imbiss noch Linsensuppe, Kartoffelpuffer und Currywurst zum Mittagessen. Am Nachmittag des heutigen Einheits-Feiertags bummeln wir durch das pittoreske Meersburg mit seinen wunderschönen Fachwerk-Häusern zwischen Burg und Schloss. Beim abendlichen Spaziergang entlang der Uferpromenade sehen wir sogar noch die untergehende Sonne zwischen den Wolken, traumhaft und romantisch zugleich.

Donnerstag, 04.10.: Pfänder-Wanderung

Bodensee - Tag 6

Gestärkt vom Frühstück begleitet mich Arthur auf dem Laufrad zum Supermarkt, wobei die Apfel-Plantage natürlich wieder besucht wird. Nach dem Mittagessen fahren wir in Richtung Bregenz mit kurvenreichem Aufstieg zum Pfänder hoch, Arthur nutzt die gute Stunde für ein erholsames Nickerchen. Halb 2 steht das Auto auf dem Wanderparkplatz Moosegg (7 EUR für 6h), an der Pfänder-Alp und der Theresienkapelle vorbei geht es zunächst vor zum Berghaus Pfänder. Hier erwartet uns ein überwältigendes Panorama über den Bodensee und die Bergwelt im Süden. Anschließend starten wir zur Wanderung über den Gschliefweg, welcher immer in Sichtweite zur Seilbahm durch Wald und Flur zu Tale führt. An ein paar schwierigen und verwurzelten Wegstücken genießt Arthur den Transport auf meinen Schultern, ansonsten läuft er die gut 4km inklusive 600Hm Abstieg tapfer mit unterstützt durch Reiswaffeln, Banane und Gummitierchen. Genau 16 Uhr ist die Talstation der Pfänderbahn erreicht, für günstige 15 EUR (Familienkarte) bringt uns die Großraum-Gondel ganz bequem wieder nach oben. Während sich die Kinder auf dem Spielplatz an der Bergtstation austoben, genießen wir in der wärmenden Sonne einen Kaffee und die tolle Aussicht. Eine weitere Attraktion bietet der Rundgang durch den Alpenwildpark mit Hirschen, Mufflons und Wildschweinen, bevor wir gegen 18 Uhr wieder mit dem Auto nach Immenstaad zurückfahren.

Freitag, 05.10.: Meersburg

Bodensee - Tag 7

Dem zähen Nebel am Vormittag trotzen wir auf dem Spielplatz und beim Packen für die morgige Rückfahrt. Da Arthur heute wieder wie im Arbeitsalltag gegen halb 7 erwacht war, gibt es ein zeitiges Mittagessen mit anschließendem Schläfchen. Dadurch bleibt noch genügend Zeit, um den wunderbar sonnigen Nachmittag zu genießen. Ab 15 Uhr sind wir wieder in Meersburg und lassen uns auf einem Rundgang durch die älteste bewohnte Burg Deutschlands in die Vergangenheit mitnehmen. Nachdem wir wieder in der Gegenwart angekommen sind, gönnen wir uns gleich nebenan auf der Sonnenterrasse des Schloss-Cafes Kaffee und Kuchen. Dazu gibt es den fantastischen Blick über die Stadt und den See gratis. Unter der sinkenden Sonne spielen wir noch eine Runde Minigolf, nachdem sich auch der zugehörige Schatz nicht lange vor unseren suchenden Augen verstecken konnte. Gegen halb 8 geht’s zurück in die Finnhütte, auch den letzten Abend siedeln wir mit Felix um die Wette und so findet ein sehr abwechslungsreicher, vielfältiger und entspannter Urlaub sein Ende.

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