Prolog

[© OpenStreetMap und Mitwirkende, CC-BY-SA]
Aufgrund eines Schul-Brückentages verlängert sich das Pfingst-Wochenende noch bis Dienstag. Diese Gelegenheit nutze ich mit Felix für eine zweitägige Radtour entlang der Radwege an Saale und Ilm inklusive Zelt-Übernachtung.
Montag, 25.05.: Jena – Bad Kösen [37km]

Vollbepackt mit Schlafsack, Luftmatraze, Zelt und Kochzeug starten wir halb 11 in Jena. Es ist zwar nicht mehr so sonnig und warm wie gestern zur Weinmeile, zum Radfahren aber genau richtig. Am Ostbad stoßen wir auf den Saale-Radweg und folgen diesem nun stromabwärts. Mit flinken 20km/h rollt es sich trotz der gut gefüllten Packtaschen auf den ersten Kilometern gut dahin, hinter Golmsdorf gibt’s eine erste Cache-Pause. Hinter Dorndorf wird’s etwas hügeliger, Felix kämpft sich aber tapfer mit seiner 3-Gang-Schaltung hoch. Da kommt die anschließende Mittagspause gegen 13 Uhr am Döbritscher Wehr gerade recht. Gut gestärkt schwingen wir uns wieder auf die Räder, hinter Camburg bietet sich mit dem Klausloch und dem Benderstein-Geocache bereits die nächsten abenteuerliche Pausengelegenheit. Über Tümpling geht es zwischen Wiesen und Feldern weiter bis nach Kaatschen, wo wir gegen halb 4 mal wieder im Weingut Zahn einfallen und uns einen Kuchen schmecken lassen. Mittlerweile sind ein paar dunklere Wolken aufgezogen, nachdem Saaleck sowie die Rudelsburg passiert sind steuern wir den Campingplatz Bad Kösen an. Für 16 EUR/Nacht dürfen wir uns einen Platz auf der Wiese aussuchen und bauen gegen halb 5 auf. Kaum steht das Zelt, müssen wir schon darin vor dem einsetzenden Regen flüchten. Die Zeit bis zum Abendessen mit einem Asia Nudelsnack verbringen wir mit Lesen und Spielen.
Dienstag, 26.05.: Bad Kösen – Weimar [50km]

Felix wird nach einer recht kühlen Nacht bereits halb 7 wach und rückt zum Kuscheln näher heran. Der Regen ist glücklicherweise abgezogen und es kämpft sich sogar die Morgensonne durch die Wolken, wodurch die Trocknung des Zeltes erstaunlich gut gelingt. Währenddessen gibt’s gemütlich im Zelt ein Frühstück mit heißem Tee und Honig-Brötchen. Dann die Schlafsäcke und Luftmatrazen einpacken, Zelt abbauen und kurz vor 9 sind wir startklar. Zunächst geht es auf dem gestrigen Weg bis Großheringen zurück, der Rangierlok-Cache bietet eine willkommene Pause. Weiter geht es nun ausgehend von der Ilm-Mündung auf dem Ilmtal-Radweg. In Bad Sulza halten wir uns mit der Suche am Weintor-Cache etwas länger auf, wir haben aber auch keine Eile. Leider fällt die geplante Mittagspause in der Ölmühle Eberstedt wegen Schließtag aus. Und da uns dieses Schicksal auch in den folgenden Dorfkneipen ereilt, stellen wir kurzerhand auf Kekse und Obst um. Zwischen Zottelstedt und Niederroßla passen wir einen Regenschauer unter einer Jägerschenke ab und nutzen die Gelegenheit zur Suche in den Kirschbäumen. Kurz vor Kromsdorf kommt auch endlich die Sonne mal wieder raus. Die letzten Kilometer durch den Ilmpark mobilisiert Felix nochmal seine Reserven, dann erreichen wir gegen halb 4 die Weimarer Innenstadt. Nach einer wohlverdienten Stärkung mit Bratwurst und Pommes geht’s noch den letzten Kilometer zum Bahnhof und schließlich mit dem Zug zurück nach Jena. Geschafft! :-)